Arbeitstag Mai 09

 

30. Mai 2009

Einmal mehr wurden wir mit Sonnenschein im Sennrüti empfangen. So konnten wir im Garten beginnen. Zuerst lud Andrea uns ein, uns einen ruhigen Platz zu suchen im Garten und bei uns selbst anzukommen. Nach 10 Minuten lockten uns die Klänge von Didgeridoo und Djembe (gespielt von Rene und Pietro) in den Stuhlkreis im Grünen. Wir erzählten einander, wie es uns gerade ging und genossen es, so viele zu sein. Es waren fast alle Gemeinschaftsmitglieder und fast alle Schnupperer gekommen, nur die Kinder fehlten.

Den restlichen Vormittag füllte das Thema Kaufpreis. Anne, Rene D und Rene H informierten uns über das letzte Verkaufsgespräch mit der Sennrüti AG. Wir tauschten unsere Meinungen dazu aus, dann gingen wir miteinander in die Stille, liessen Bilder in uns aufkommen zu diesem Prozess des Kaufs. Bei so vielen Menschen dauerte es lange, bis alle erzählt hatten, was ihnen in der Meditation geschenkt worden war. Aber es war sehr spannend, zuzuhören, denn langsam kamen wir von den Zahlen und der Geldsumme weg hin zum Bedürfnis der Herzen, allen, auch der Verkäuferschaft, wirklich mit Liebe zu begegnen und dem Rechenschaft zu tragen, was wir alle brauchen, damit es unseren Seelen gut geht. So entschieden wir uns, nicht mehr zu verhandeln oder zu feilschen, sondern einfach offen anzubieten, was wir zahlen können, ohne weitere Erwartungen. So geht das also, wenn Licht und Liebe mit am Verhandlungstisch sitzen…

Die lange Mittagspause war gefüllt mit wundervollen Speisen auf dem Buffet und vielen, vielen Gesprächen.
Am Nachmittag wurde es vor allem für die Schnupperer spannend: sie stiegen nun miteinander in den Prozess der Wohnungssuche im Haus ein, wie ihn die Gemeinschaftsmitglieder schon Anfang Jahr gemacht haben: Wo fühle ich mich wohl? Wo würde ich gern wohnen? Wo möchte ich überhaupt nicht einziehen? Anne nahm alle Wünsche entgegen und in einem zweiten Schritt werden sie später miteinander schauen, wie es für alle stimmig werden kann mit der Wohnungsverteilung. Daria und Marcel haben ein Modell des Hauses gebastelt, jetzt kann man sich den eigenen Raum im Haus noch viel plastischer vorstellen.
      
Während die Wohnungsverteilung im Tanzraum im Therapiegebäude stattfand, zog es uns danach zur letzten Runde wieder in den Garten. Wir berichteten einander, wie viel Zeit wir der Gemeinschaft schenken möchten, wenn wir dann alle eingezogen sind. Da erwartet uns noch viel Organisationsarbeit, bis alles gut geregelt und niemand überlastet ist, sondern jede Arbeit mit Freuden erledigt wird.
In der frohen Zuversicht, dass es auch für diese Frage irgendwann die richtige Lösung gibt, konnten wir den Tag miteinander abschliessen.