Aktionstage 1.Q
Aktionstage im Januar, Februar und März 2011
Einmal im Monat treffen wir uns als Gemeinschaft mit interessierten Menschen von aussen und packen etwas Grosses an, was sonst oft liegen bleibt.
Diese Aktionstage beginnen immer mit einer Runde im Kreis, meistens im Speisesaal, wo die gemütlichen Sessel einen geruhsamen Morgen versprechen. Nach eine Vorstellungsrunde und einem Lied werden die verschiedenen Arbeiten vorgestellt. Es werden Teams gebildet und dann geht es los.

Im Januar war die Räumung des ehemaligen Therapiegebäudes angesagt.
• Alte Ordner aus Kurhauszeiten wurden sortiert, um zum Teil vernichtet zu werden, Unverfängliches kam zum Altpapier.
• Stühle, noch aus dem Kurbetrieb, die neu bezogen werden sollen, wurden zwischengelagert. Andere Möbel, für die wir keine Verwendung haben, gingen zur Brocki.
• In der Waschküche wurde ein zusätzliches Regal für Gartensachen eingebaut, sowie ein Platz geschaffen, um alle Gartenwerkzeuge zu versorgen. Diese wurden währenddessen liebevoll geflickt, geputzt und geölt.
• In der Bring und Holboutique, haben 3 Frauen alle Kinderkleider wunderbar sortiert und eingeräumt.

Beim Mittagessen hatte es neben eine feine Suppe viele gute Sachen, die die Gemeinschaftsmitglieder gerne mit den Gästen teilten.
Auch der Nachmittag ging im Nu vorbei und schon sassen wir wieder im Kreis und erzählten und staunten, was sich in einem Tag verändern kann: das ehemalige Therapiegebäude in bester Ordnung, geputzt und gestrählt. Nach einem feinen Zvieri hiess es Abschied nehmen.
In Februar war es wie verhext, gerade am Tag vorher war Neuschnee gefallen, sodass die vorbereiteten Arbeiten im Garten sozusagen „in den Schnee fielen“. So bildeten sich nach einem schönen Tanz und einer kleinen Vorstellungsrunde kleine Teams, die im Haus Aufgaben fanden:
• z.B. Tablare in alten Schränken einbauen,
• eine grosse Menge Spiele sortieren
• alte Tische schleifen und ölen. Hier haben die Kinder auch gerne mitgeholfen. Die Tische stehen jetzt als Buffettische in der Cafeteria.
• Die Liftzugänge wurden isoliert,
• Blumensamen wurden aussortiert,
• Küche und Vorrat wurden endlich mit schönen Schildchen angeschrieben
• der Sandkasten bekam eine katzensichere Abdeckung.
• Mit grossem Elan wurden die Fenster beim Eingang vom Mehrfamilienhaus geputzt.

Das Buffet am Mittag konnte sich wieder sehen lassen: alle hatten die Qual der Wahl, auch die Kinder, die immer als Erste schöpfen dürfen, standen davor und liessen uns Erwachsenen zappeln.
Die meiste Teams haben ihre Arbeit am Nachmittag abgeschlossen, sodass wir uns bei Zvieri zufrieden auf den Schultern klopfen konnten. Alles im Allem ein Erfolgserlebnis.
Endlich, endlich im März war das Wetter so schön, dass es uns nach dem Vorstellungskreis und dem Singen schnell in den Garten zog.
• Bewährte Häckselteams wurden gebildet und schafften sich gegenseitig das Material zu. Die Anschlepper/Innen kamen fast nicht nach. Wir brauchen Häcksel beim Pflanzen der vielen Beeren und Obstbäumen, zum Mulchen und als Zugabe in Kompost und Hügelbeeten.


• Das viele Holz im Garten wurde mit dem tollen gelben Wagen zum Holzlager gebracht.
• Die 2 Hügelbeete unten beim Gewächshäuschen sollten fertig gemacht werden. Beim Schaufeln merkten wir, wie Theorie und Praxis sich nicht immer decken, aber am Schluss war alle Schafsmist, sowie geschenkter Rossmist zwischen dem Material verteilt und konnte noch die Erde oben darauf geschaufelt werden.
• Die Gemüsegruppe hat zusammen mit tatkräftiger Helfer/-innen die 3 alten Hügelbeete gejätet, Löcher gestopft und aufgeräumt. Sie haben schon viele Gemüsesamen ausgesät, die bald ihren Platz auf diesen Beeten finden werden.
• Die Tischschleifgruppe hat nochmals 2 alte Tische zum neuen Leben erweckt.
• Zwei ganz Mutige haben ein neues Beet neben dem Kräutergarten als Kinderbeet gerodet; Schwerarbeit, aber inzwischen sammelten die Kinder Steine und haben schon eingesät, ist dies das sonnigste Plätzchen im Garten.
• Der Feierabendplatz (oder Lovehut) im Westen bekam einen neuen Boden mit Tannenscheiben.
Das Wunderbare ist immer wieder, wie schnell sich die Teams finden, wie schön die Zusammenarbeit ist und wie viel in einem Tag bewirkt werden kann.
Die viele Gespräche während dem Schaffen, in den Pausen und am Schluss sind so etwas wie ein Zusatzgeschenk.
Im letzten Abschiedskreis fällt dann auch öfters das Wort Dankbarkeit.
Während dem Aktionstag haben wir ein paar Mal das Lied
“Durch die Augen der Liebe sind wir schön und perfekt“
gesungen und genau so fühlte es sich an.
In Freude auf die nächsten Aktionstage, Mieke





