Weihnachten 2010

Am 24. Dezember fanden wir uns um 15.00 Uhr mit allen Gästen ein, um die letzten Aufgaben zu verteilen. Während die einen den Baum schmückten und die Krippe aufbauten, waren andere in der Küche beschäftigt mit dem Kochen, wieder andere zauberten den typischen Weihnachtsguetzli-Duft ins Haus oder schmückten den Speisesaal.

Einige machten sich auf in den Familien-Weihnachtsgottesdienst, schliesslich hatten Ronny und Nicola mit Momo die Ehre, die Heilige Familie spielen zu dürfen.

Wieder zurück im Sennrüti erwartete uns ein verzauberter Speisesaal im Kerzenlicht. Dank der Tischkärtchen fanden alle schnell ihren Platz an einem der runden Tische – und es war besonders schön, dass das Essen noch nicht ganz fertig war: ganz spontan begannen wir zu singen, soweit wir ohne Text und Noten kamen, weder Kinder noch Erwachsene wurden ungeduldig, im Gegenteil, wir genossen das Warten – gehört doch Warten – Können ganz wesentlich zu Weihnachten dazu. Dann kam das Festessen, das wir genauso genossen wie das Warten zuvor.

kochkünste kerzen am baum

Die Kinder, die schon schneller mit dem Essen fertig waren als die Erwachsenen, verzierten Kerzen und so konnten wir nach dem Essen mit Kerzen nach draussen in den Garten ziehen, wo eine grosse Tanne uns erwartete. Weil das neu gelernte Lied aus dem Familiengottesdienst so schön war, sich aber niemand wirklich an die Melodie erinnerte, erfanden wir kurzerhand eine neue Melodie und tanzten um den Baum herum im Schnee. Wieder drinnen im Haus verwandelte sich die Schieferhalle spontan in einen Tanzraum und es dauerte eine Weile, bis wir alle in grosser Runde um den Weihnachtsbaum im Speisesaal sassen. Wir sangen Weihnachtslieder – dieses Mal mit Noten und Text, hörten dem Flöten- und Geigenspiel von Monique, Clara, Hanah und Ena zu und liessen uns von der Weihnachtsgeschichte des kleinen Amal in eine andere Welt entführen.

So langsam wurde es aber doch Zeit, die Geschenke auszupacken. Jeder Erwachsene hatte zur Feier für einen anderen Erwachsenen ein Geschenk mitgebracht und jedes Kind für ein anderes Kind. Es war spannend, welche Geschenke welche Menschen erfreuten! Ein leckeres Dessert-Buffet rundete den Abend in Gemeinschaft ab. Über 50 Personen, die Jüngste wenige Monate alt, die Ältesten weit über 60, hatten einen friedlichen und lebendigen Abend miteinander erlebt – eine wirkliche Weihnacht!