Baumpflanz-Tag
11. November 2010
Das emsige Schaffen begann leise: Mieke suchte Werkzeug zusammen, Gartenschere, Karretten und weiteren Bedarf. Die kleinen Bäumlein kamen von Dicken bei Degersheim hergefahren und mit ihnen der Baum-Kenner Pavel Beco. Die Kindergärtler der Monterana-Schule kamen neugierig den Berg hoch, da sie durch ihr „Gspänli“ Jonathan dazu eingeladen waren, bei der Baumpflanzung zuzuschauen.
Ein paar Gemeinschaftsmitglieder kamen aus dem Haus und verschwanden sogleich wieder, um sich wärmer anzuziehen.
Der Winter lag in der Luft.
Für die Eberesche, Felsenbirne und Aronia wurden Löcher gegraben; für die Obstbäume waren sie schon vorbereitet. Wir lernten die Wurzeln schneiden, umgaben die Wurzeln der Bäumlein sodann mit Kompost und Humus, und füllten die Löcher wieder ganz auf. Ein bisschen Häcksel bildete die oberste Schicht. Parallel durften sich die starken Männer im Holzpfähle-einschlagen üben, möglichst gerade stehend, was nicht immer einfach war.
Inzwischen waren überraschend viele Gemeinschaftsmenschen und eine Besucherin an der Arbeit: Der Baumpflanztag war zwar verkündet worden, viele Helfer/-innen tauchten aber spontan auf, auch Kinder waren dabei und die Luft war voll der Freude:
„WIR PFLANZEN DIE ERSTEN BÄUME AUF UNSEREM LAND!“
Zugleich überraschte uns immer wieder die Herbstsonne und wärmte unsere kalten Hände. Die Schuhe waren schwer des Schlammes, die Schaufeln mit dem feuchten Humus und Lehmboden schwer in den Händen, aber wir waren zufrieden: Die Erde war feucht und dadurch schön vorbereitet auf die Baumpflanzung.
Und dann lernten wir nebenbei so viel von Pavel Beco: wie der zarte Baumstamm geschützt wird, welche Äste vom Baum abgespreizt und welche geschnitten werden, wie die Bäumlein sturmfest gemacht werden …. und in der ersten Nacht haben die Bäumlein sogleich einen Sturm erleben und überleben dürfen, die Arbeit hat sich also gelohnt!
Wir freuen uns schon jetzt auf die Früchte der Kurzstamm-Bäume, welches schon in ein, zwei Jahren zu erwarten sind und wir begleiten gespannt die Hochstamm-Bäume, wie sie ihre vier starken Triebe entwickeln.
Am Nachmittag fanden sich noch ein paar zusammen, um auch noch die letzten Bäume zu schützen, ein Mirabellenbäumlein in den Südgarten zu pflanzen, die Strasse von der Erde zu befreien und das Werkzeug auf zu räumen. Wir fanden uns dann zu einem köstlichen und krönenden Zvieri zusammen, von welchem die Kinder munter mit-profitierten.
Herzlichen Dank an Mieke und das Gartenteam für die wunderschöne Initiative!
Herzlichen Dank an alle Spender/-innen: Fast alle Bäume und Sträucher wurden gespendet!
Herzlichen Dank an alle Mitwirkende: Vorbereitende Hände, grabende Hände, emsige Hände, pflegende Hände!
Und ein herzliches Dankeschön an Pavel Beco für seinen „Crash-Kurs“ im Bäumepflanzen!
Anne





